Florian entdeckt einen kleinen Drachen, der sich im Weltraum verirrt hat. Gemeinsam mit zwei neuen Freunden findet er den Weg nach Hause und erlebt, dass man zusammen mutiger ist.
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Florian lag schon gemütlich im Bett. Durch das Fenster sah er den Abendhimmel. Ein Stern blinkte besonders hell. Er blinkte dreimal. Dann machte es leise: Pling!
Auf Florians Fensterbank saß ein winziger Drache. Er war blau wie der Nachthimmel und hatte silberne Flügel. Aus seiner Nase kam kein Feuer, sondern ein kleines, warmes Licht.
„Ich heiße Nilo“, sagte der Drache. „Ich bin auf meiner Reise durch den Weltraum vom Weg abgekommen.“
Florian setzte sich auf. „Dann suchen wir den Weg gemeinsam.“
Nilo lächelte. Er pustete eine Lichtblase in die Luft. Die Blase wurde größer und größer. Bald war sie so groß wie ein kleiner Ball. Florian und Nilo stiegen hinein. Ganz sanft schwebten sie nach oben.
Sie flogen an funkelnden Sternen vorbei. Ein großer Mond sah aus wie eine runde Laterne. Hinter ihm tauchte ein kleines Raumschiff auf. Es war gelb und hatte zwei runde Fenster.
Am Steuer saß Mina, ein neugieriges Mondmädchen mit einer violetten Mütze.
„Wohin möchtet ihr?“, fragte Mina.
„Zum Sternenwald“, antwortete Nilo. „Dort wartet meine Familie.“
Mina schaute auf ihre Sternenkarte. „Der Sternenwald liegt hinter dem Kometenbogen. Aber der Weg ist heute voller glitzernder Nebel.“
Florian wurde ein wenig unsicher. „Können wir ihn trotzdem finden?“
„Zusammen bestimmt“, sagte Mina.
Sie flogen los. Der Nebel wirbelte in vielen Farben. Mal war er grün, mal rosa, mal golden. Die Sterne waren kaum zu sehen.
Nilo leuchtete mit seiner Nase. Mina hielt die Karte ganz nah an das Licht. Florian schaute aufmerksam aus dem Fenster.
„Dort!“, rief er. „Ein Stern, der wie ein Herz aussieht!“
Mina lenkte das Raumschiff in diese Richtung. Doch plötzlich teilte sich der Nebel. Nun sahen sie drei Herzsterne.
Nilo bekam einen kleinen Schluckauf. „Oh je. Welcher ist der richtige?“
Florian dachte nach. Dann hörte er ganz leise ein Klingeln. Es kam vom mittleren Stern.
„Vielleicht ruft dich jemand“, sagte er.
Nilo schloss die Augen. Er lauschte. Das Klingeln wurde heller. Mina folgte dem Klang. Hinter dem mittleren Stern erschien ein Wald aus silbernen Bäumen. Zwischen den Ästen tanzten winzige Lichter.
„Der Sternenwald!“, rief Nilo froh.
Am Rand des Waldes warteten zwei große Drachen. Sie winkten mit ihren Flügeln. Nilo flog ihnen entgegen, drehte aber noch einmal um.
„Danke, Florian. Danke, Mina. Allein hätte ich den Weg nicht gefunden.“
„Dafür sind Freunde da“, sagte Florian.
Nilo schenkte ihm eine kleine Sternenschuppe. Sie war weich und glitzerte wie ein ruhiger Abendhimmel.
Mina brachte Florian zurück zu seinem Fenster. Die Lichtblase schwebte langsam hinab. Florian kuschelte sich wieder in sein Bett.
Draußen blinkte Nilo noch einmal. Mina winkte aus dem gelben Raumschiff. Dann wurden beide zu kleinen Punkten am Himmel.
Florian hielt die Sternenschuppe in der Hand. Er wusste nun: Ein Abenteuer ist schön. Aber mit Freunden wird es noch viel schöner.
Er schloss die Augen. Der Mond leuchtete sanft. Und irgendwo im Sternenwald passte ein kleiner Drache gut auf ihn auf.